RĂŒckblicke


Der Rainbow-Chor hatte zum Konzert in die Katharinen-Kirche eingeladen

Eindrucksvoll gab der Rainbow-Chor bei seinem Konzert unter dem Thema „Musikalische Begegnungen mit Dietrich Bonhoeffer“ einen Einblick in die bewegende Lebensgeschichte des Theologen und WiderstandskĂ€mpfers gegen den Nationalsozialismus.

Seit Anfang des Jahres beschĂ€ftigten sich die 17 Chormitglieder und ihre Chorleiterin Jutta Schirk intensiv mit dem Projekt. Bei einem Filmabend hatte sich der Chor zusammen mit Pfarrer Wolfgang MĂŒller auf das Thema eingestimmt und entdeckte in jeder Probe auch fĂŒr das eigene Leben immer wieder neue Aspekte. Die Lebensgeschichte von Bonhoeffer bietet immer wieder Anlass, ĂŒber den Glauben und das Handeln sowie ĂŒber die Geschichte Deutschlands nachzudenken. Der evangelische Theologe lebte und wirkte in einer der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. Ein SS-Standgericht hatte ihm zum Tode verurteilt. In den frĂŒhen Morgenstunden des 9. April 1945 wurde Bonhoeffer durch den Strang im Alter von 39 Jahren hingerichtet. Vor allem kann Bonhoeffer aber als Vorbild dienen. Seine Aussagen sind auf biblischem Untergrund gewachsen und haben zeitlose GĂŒltigkeit. Das Leben und Wirken Bonhoeffers macht Mut, zu den christlichen Werten zu stehen und fĂŒr diese auch einzustehen. Dies wurde auch in einem Rollenspiel verdeutlicht. Diese christliche Hoffnung kommt in seinen Texten und Liedern immer wieder zum Ausdruck. Mit der Musik von Jochen Rieger, den Texten nach Dietrich Bonhoeffer und einer kreativen Gestaltung gab der Rainbow-Chor auf musikalische Weise einen einfĂŒhlsamen Einblick in das Leben von Bonhoeffer. Dazu hatten sich einige Chormitglieder und Pfarrer Wolfgang MĂŒller zusammengesetzt. Mit ihren Ideen, Bildern und Lesungen gaben sie Impulse an die zahlreichen Besucher in der Katharinen-Kirche, den Abend mehr als nur zu einem Konzert werden zu lassen. Dies ist ausgezeichnet gelungen. Mit einem Beamer wurden Bilder und Texte an die Wand projiziert und der Chor bei seinen LiedvortrĂ€gen mit Musik von der CD begleitet. Das Mischpult und die Technik lagen in den HĂ€nden von Bernhard Dettling.  Im Namen des Chores bedankte sich Angelika Raible bei Chorleiterin Jutta Schirk fĂŒr all ihre MĂŒhen und Arbeit, die sie mit den 15 SĂ€ngerinnen und zwei SĂ€ngern in den vergangenen Monaten hatte. Zum Dank und Anerkennung ĂŒberreichte ihr Karin Dettling unter dem Beifall der Konzertbesucher ein Geschenk. Die Chorleiterin freute sich ĂŒber das tolle Geschenk und bedankte sich ihrerseits beim Chor fĂŒr die MĂŒhen, die sie den SĂ€ngern und SĂ€ngerinnen bereitet hatte, mit verschiedenen sĂŒĂŸen Leckereien. Pfarrer Wolfgang MĂŒller bedankte sich seitens der Kirchengemeinde bei Jutta Schirk mit einem Blumenstrauß fĂŒr ihr Engagement um den Rainbow-Chor und fand es toll, dass es einen solchen Chor im Ort gibt, wo jeder mitsingen könne. Dies sei einfach schön. Ein herzliches Dankeschön galt dem Chor und seinen Solisten. Es sei nicht so einfach und es gehöre auch Mut dazu, alleine in der Kirche zu singen. Gleichzeitig machte Pfarrer MĂŒller Werbung fĂŒr den Rainbow-Chor. Wer an dem Abend Lust und Freude am Singen gefunden habe, solle sich bei Jutta Schirk melden. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Von guten MĂ€chten“ endete der Konzertabend. Das Lied (vertont von Siegfried Fietz) ist heute bekannter denn je. Es wird gerne zum Jahreswechsel und Trauerfeiern, aber auch zu anderen frohen AnlĂ€ssen gesungen. Den Text dazu hatte Dietrich Bonhoeffer 1944 geschrieben, als er ein halbes Jahr vor seinem Tod noch im Wehrmachts-GefĂ€ngnis Berlin-Tegel inhaftiert war. Anschließend wurde zu einem StĂ€nderling mit einem kleinen Umtrunk in den Gemeindesaal vom Pfarrhaus eingeladen und auf das gelungene Konzert angestoßen. Statt Eintritt zu kassieren wurde um ein Opfer gebeten. Die HĂ€lfte des Erlöses kommt dem Verein „HerzenswĂŒnsche e.V.“ zugute. Hier werden Kinder und Jugendliche nach einer schweren Operation betreut und es soll ihnen zu neuem Lebensmut verholfen werden. Mit der anderen HĂ€lfte wird der dringend notwendige Innenanstrich der Katharinen-Kirche unterstĂŒtzt.

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